Zu oft pünktlich: Beschwerden über Deutsche Bahn häufen sich

Zwischenfälle dieser Art häufen sich in letzter Zeit: Die Züge der Deutschen Bahn AG weichen mittlerweile regelmäßig von ihrem früheren Verhaltensmuster, nämlich penetrantes und nerviges Zuspätkommen, ab.

Zum Leidwesen der Fahrgäste. Am Hauptbahnhof in Köln treffen wir auf den stinksauren Bahnfahrer Michael Meiersdorf (45). Er berichtet uns, dass er wie üblich 10 Minuten nach eigentlicher Abfahrt laut Fahrplan an seinem Gleis erschien, um mit dem Regionalexpress zur Arbeit zu fahren. Bisher sei er mit diesem Konzept immer gut klar gekommen und habe so nur noch wenige Minuten bis zum Eintreffen des Zuges warten müssen, sagt er uns.

Doch die letzten Tage wartete der Pendler vergeblich auf seinen Zug und stand eine halbe Stunde verzweifelt am Gleis, bis der nächste Zug mit gleichem Fahrtziel einrollte. Daraus schlussfolgerte er ungläubig, dass der Zug tatsächlich pünktlich gewesen sein müsste.

Die Bahn reagierte schnell auf die umgreifende Irritation unter den Kunden und versprach, Vorfälle solcher Art fortan konsequent zu verfolgen und zu ahnden. Michael Meiersdorf zeigt sich auf diese Stellungnahme der Bahn skeptisch, doch hofft, wie die anderen Fahrgäste auch, dass dieses unangebrachte und rücksichtslose Fehlverhalten der Lokführer bald ein Ende findet.

Autor: dmnk; Foto: Pixabay (modifiziert)