Wegen Urlaubs-Schulschwänzern: Ferien werden zukünftig 3 Tage vorverlegt

An den letzten Schultagen vor den aktuellen Pfingstferien führten Polizisten besonders an deutschen Flughäfen intensiviert Kontrollen durch, um Familien mit Urlaubs-Schulschwänzern zu entlarven und das Handwerk zu legen. Dabei gab es eine so große Anzahl an Fällen, dass das Bildungsministerium bereits eine folgenreiche Reform plant.

Die Neuerung sieht vor, dass alle zukünftigen Ferien um genau drei Tage vorverlegt werden. Dadurch nehme man den Eltern, die ihre Kinder bisher den letzten bis hin zu den drei letzten Schulttagen schwänzen ließen, logischerweise die Motivation, dies weiterhin zu tun, so das Bildungsministerium. Versprechen tun sich die Eltern davon oftmals beispielsweise günstigere Preise für Flug und Hotel oder leerere Autobahnen.

Doch dieses Verhalten könne man trotz der allgemein verständlichen Beweggründe nicht tolerieren. Man würde dadurch Urlaub über Bildung stellen und den eigenen Kindern dabei rücksichtslos den Zugang zu angemessener und wichtiger Bildung nehmen.

Auf Nachfrage, was man sich konkret durch diese Maßnahme erhoffe, berichtet eine Sprecherin des Bildungsministeriums: „So können die betroffenen Familien bald vollkommen legal früher in den Urlaub fahren und müssen kein Schwänzen des Schulunterrichts mehr absichtlich fördern. In der Folge nehmen dann hoffentlich nahezu alle Schüler auch an den letzten Tagen den Unterricht wahr.“

Autor: dmnk; Foto: Pixabay (modifiziert)