Wegen Fahren in Schlangenlinien aufgefallen: Lokführer war im Dienst alkoholisiert

Vergangenen Donnerstag hat die Polizei einen Lokführer (48) betrunken im Dienst erwischt. Aufgrund seines Fahrens in starken Schlangenlinien bemerkten viele Fahrgäste, dass irgendetwas nicht stimmten konnte. Am Ende wurde die Polizei alarmiert.

Es sollte für Lea H. (21) eine Zugfahrt wie jede andere werden. Täglich pendelt die Studentin zwischen Kempten und München zu ihrer Universität. Doch schon kurz nach ihrem Einstieg wunderte sie sich über die auffällige Fahrt in Schlangenlinien. „Auch die anderen Fahrgäste waren sichtlich irritiert“, erklärt sie, „normalerweise steuern die Lokführer ihren Zug größtenteils sehr souverän und kontrolliert.“

Schnell sei Lea bewusst geworden, dass es sich um eine durchaus bedrohliche Situation handelte. Schließlich habe sie die Polizei informiert.

Als der Zug nach einer turbulenten, aber unfallfreien Fahrt in Dortmund angekommen ist, warteten am Bahnsteig bereits mehrere Bundespolizisten, um dem Vorfall nachzugehen. Sie führten beim Lokführer aufgrund der unsicheren Fahrweise eine Alkoholkontrolle durch, die mit 1,4 Promille positiv ausfiel.

An Ort und Stelle noch wurde der Zug lahmgelegt und der Lokführer in Polizeigewahrsam gebracht. Er wird sich nun wegen Trunkenheit am Steuer mit besonderer Fahrlässigkeit verantworten müssen, weil er gleichzeitig dutzende Menschen in Lebensgefahr gebracht hat.

Autor: dmnk; Foto: Pixabay (modifiziert)