Nach Rausschmiss von Unilever-Produkten: Kaufland verbannt die Marke „Kaufland“

Das knallharte Aussortieren geht bei Kaufland weiter.

Der Lebensmittel-Einzelhandel ist ein gnadenloses und stark umkämpftes Geschäft. Das zeigte jüngst der Rausschmiss vieler bekannter Marken des Produzenten Unilever bei Kaufland.

Mit dem Rauswurf wolle man geldgierigen und ignoranten Produzenten endlich die Stirn bieten und zeigen, dass man nicht akzeptiere, finanziell immer den Kürzeren zu ziehen, erklärt Kaufland-Sprecherin Barbara Wischer.

„Leider können wir die jahrzehntelange enge Partnerschaft mit Unilever in dieser Form nicht mehr fortführen und haben zum Jahresbeginn etliche Produkte nicht mehr nachbestellt“, heißt es im Wortlaut.

Dieser Erfolg im Preiskampf gegen die bisherige Übermacht der Produenten hat das Managment von Kaufland dazu motiviert, weiterhin fleißig auf Aussortier-Jagd zu gehen und schwache, zu teure oder zu alte Marken ebenfalls endgültig aus allen Geschäften zu verbannen.

Die Wahl fiel dabei schlussendlich auch auf die bisher stets beliebte Marke „Kaufland“. Auch wenn es hart sei, müsse man manchmal eben Abschied nehmen, um Platz für etwas Neues, Besseres zu schaffen, begründet die Konzernspitze die Entscheidung. Fortan solle in keinem Geschäft mehr die Marke „Kaufland“ auftauchen.

Mit dem Rausschmiss soll laut Management sofort begonnen werden. Spätestens Anfang nächsten Jahres soll die vollständige Entfernung des Markennamens vollzogen worden sein.

Autor: dmnk; Foto: Kaufland Eppingen (modifiziert)