„Ich wollte auch saufen“: Frau mit falschem Bart am Vatertag entlarvt und verhaftet

Der heutige Vatertag hat mittlerweile lange Tradition. Er besteht meistens daraus, dass sich mehrere Familienväter, natürlich ohne Frau und Kinder, zu einer stundenlangen Wanderung mit Bollerwagen zusammenschließen und sich in den allermeisten Fällen dabei auch betrinken.

Doch der Fall, der sich heute Morgen ereignete, ist an Dreistigkeit wohl kaum zu überbieten. Eine 31-jährige Frau ist dabei erwischt worden, wie sie sich unter eine solche Männer-Wanderung mischte, obwohl sie zwar Mutter zweier Kinder, aber eben kein Vater ist.

Insgesamt konnte sie ca. 2,5 Stunden unbemerkt bleiben. Ihre Tarnung war durch einen angeklebten Bart scheinbar so perfekt, dass es keinem der Männer so richtig aufgefallen ist, dass sich die ganze Zeit auch eine Frau unter ihnen befand. Außerdem habe sie versucht, möglichst wenig oder nur mit möglichst tiefer Stimme zu reden sowie maximal breitbeinig zu laufen.

„Doch dann beim gemeinsamen Pinkeln hockte sie sich plötzlich hin und ließ laufen, während wir anderen in einer Reihe pinkelnd nebeneinander standen. Da wurden wir dann sehr misstrauisch und schließlich ist sie aufgeflogen“, erklärt ein für die Organisation der Wanderung mitverantwortlicher Vater.

Danach beratschlagten sich die anwesenden Männer kurz und beschlossen schließlich einstimmig, die Polizei einzuschalten. Diese nahm einen derartig hinterlistigen Betrugsfall auch sofort sehr ernst, erschien nur kurze Zeit später und verhaftete die Beschuldigte direkt. Sie kann nun mit einer Anzeige wegen schwerwiegenden Geschlechtsbetrugs am Vatertag rechnen. Darauf stehen bis zu zehn Jahre Haft.

Zur Rechtfertigung gab die Beschuldigte lediglich an, dass sie endlich auch mal wieder so richtig saufen wolle. Seitdem sie nämlich Mutter sei, hätte es nur noch selten Gelegenheit dazu gegeben.

Autor: dmnk; Foto: Pixabay (modifiziert)