„Es geht niemanden an, wo ich hinfahre“: Mann weigert sich, beim Autofahren Blinker zu setzen

Alexander Berstenstedt (29) aus Buxtehude ist erbost. Bereits zum dritten Mal in dieser Woche ist er von der Polizei angehalten worden. Der immer gleiche Grund: Er hat mehrmals hintereinander nicht geblinkt. Und uns gesteht Berstenstedt: „Ich blinke nie, seitdem ich meine Führerscheinprüfung vor vielen Jahren erfolgreich absolviert habe.“

Als wir ihn fragen, warum er den für die Verkehrssicherheit so wichtigen Blinker, oder in Behördendeutsch Fahrtrichtungsanzeiger, nie benutzt, entgegnet er uns: „Ich liebe ganz einfach meine Privatsphäre und es geht verdammt nochmal kein Schwein an, wo ich gerade hinfahren will. Ich wohne ja auch nicht in einem gläsernen Haus oder poste jedes Ereignis in meinem Leben in den sozialen Netzwerken. Warum also sollte ich blinken müssen?“

Mittlerweile gehen ca. 21 Unfälle in den letzten 13 Jahren auf seine Kappe. Doch das stört ihn nicht großartig. Er erzählt weiter, dass er sich sogar leicht belästigt fühlt, wenn er sieht, wie andere Verkehrsteilnehmer ihren Blinker benutzen. „Das will ich doch gar nicht wissen, was die jetzt vorhaben und in welche Straße die einbiegen wollen. Dieses Verhalten ist mir manchmal echt zu aufdringlich“, motzt er aufgebracht.

Autor: dmnk; Foto: Pixabay (modifiziert)